Fertigungsverfahren für Kaufleute – Metallverarbeitung

Bohren, fräsen, drehen, die Grundlagen der Metallverarbeitung  sind leicht verständlich. Es soll dies in unserm Kurs Fertigungsverfahren für Kaufleute kein Buch mehr mit sieben Siegeln bleiben.

2. Seminartag

Einblicke in die Metallbearbeitung

Am zweiten Seminartag geht es nun um die Bearbeitung von Metallen. In der Technik unterscheiden wir zwischen Urformen und spanender Bearbeitung. Urformen ist das Gießen, Walzen und das Schmieden von Metallen. Sie werden staunen, dass speziell beim Gießen so manches „auf Sand gebaut ist“ …

Schwerpunkt und im industriellen Umfeld sicherlich wichtig ist die spanende Verformung. Es ist sehr spannend zu sehen, wie Bohrer, Drehstähle, Fräser und Schleifsteine sich durchs Metall arbeiten. Aber auch Verfahren wie das Erodieren werden angesprochen.

Urformen

"Ur" bedeutet ursprünglich, wir kennen es in den Worten Urwald, Urzeit auch Urahnen.  In der Metallverarbeitung ist es auch eine erste, ursprüngliche Bearbeitung. Im Gegensatz zur spanenden Verarbeitung „fliegen“ hier keine Späne.

  •     Metalle gießen: Hier ist so manches auf Sand gebaut ...

  •     Schmieden: Metallen die Form aufdrücken

  •     Walzen – das kennen Sie vom Wellholz
  •     Rohrherstellung – das kann sehr kompliziert sein.
  •     Sintern – Metalle werden „zusammengebacken“
  •     Biegen – eine wesentliche Technologie bei Folgeverbundwerkzeuge

  •     Tiefziehen - komplizierte Blechformen in Sekunden
  •     Fließpressen
  •     Innenhochdruck-Umformen (IHU)

Spanende Bearbeitung

Ein wichtiger Begriff in der Technik: Im Gegensatz von Urformen „fliegen“ hier Späne

Sägen – und was dabei zu beachten ist. Von er einfachen Handsäge bis zur Kreissäge.

Bohren – nicht beim Zahnarzt, der fräst und schleift...

  •     Senken – eine Spezialform des Bohrens
  •     Gewindebohren / Gewindeschneiden
  •     Reiben – wenn es innen ganz glatt und genau sein soll
  •     Schneidstoffe – immer härter und widerstandsfähiger

Drehen

hier dreht sich das Werkstück und das Werkzeug (der Drehstahl) bleibt stehen

  •      Kühlschmierstoffe – die schmieren, kühlen und transportieren die Späne weg.
  •      Hartdrehen – bedarf besonderer Werkzeuge und Maschinen

Fräsen

hier dreht sich das Werkzeug und Sie können komplizierteste Formen damit herstellen.

Schleifen 

Immer dann, wenn es besonders genau und glatt werden soll. Unter dem Mikroskop betrachtet: Harte „Felsen“ reißen im weicheren Stahl "Metallbrocken" heraus.

Die Vorteile des Erodierens

Wie kommt das eckige Loch ins Werkstück?  Besonders geeignet für gehärteter Stahl, komplexe Formen und hohe Genauigkeiten.

 Viele Arbeitsgänge sind automatisiert – CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen

Bleche schneiden

  •      Stanzwerkzeuge – hohes Investment – niedrige Stückkosten
  •      Folgeverbundwerkzeuge
  •      Laserschneidsysteme – unübertroffen in der Flexibilität

Wasserstrahlschneiden

erstaunlich, welche Kraft ein Wasserstrahl entwickelt. Ideal, wenn die Werkstoffe nicht brennen, schmelzen sollen.

Oberflächentechnik

  •      Pulverbeschichten – Pulver, das mit einem Trick festgehalten wird, bis es aufgeschmolzen ist
  •      Feuerverzinken – ein nicht umsonst weitverbreiteter Rostschutz
  •      Galvanisieren – elektrischer Strom und Säure vollbringen wundersame Dinge.